Weiter zum Inhalt
Weitere Themen » NWB-Ersatzverkehr: Erfolge beim Personennahverkehr in Gefahr
04Aug

NWB-Ersatzverkehr: Erfolge beim Personennahverkehr in Gefahr

Seit dem 1. August wird auf der Bahnstrecke zwischen Varel und Rastede gebaut. Die für die Anbindung des Jade-Weser-Ports so wichtige Zweigleisigkeit der Strecke wird mit erheblichem Aufwand hergestellt. Für den Personenverkehr bedeutet das massive Einschränkungen bis Ende 2012.

Der von der NWB eingerichtete Ersatzverkehr ist insbesondere in Varel mit massiven Einschränkungen verbunden. Aus Sicht der Grünen muss das dringend nachgebessert werden, um die Erfolge der letzten Jahre im Personennahverkehr nicht vollends zu Nichte zu machen. Hier unsere offizielle Stellungnahme:

Die Bahn beginnt in diesen Tagen mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Varel und Rastede. Reichlich spät und finanziell nur teilweise abgesichert wird nun endlich die adäquate Anbindung des Jade-Weser-Ports an das nationale Schienennetz hergestellt. Die Vareler Grünen begrüßen diese Entwicklung.

Leider sind die Folgen für den Personenverkehr dramatisch. Für weit über ein Jahr bis Ende 2012 wird der Personenschienenverkehr zwischen Wilhelmshaven und Rastede komplett eingestellt. Für 2013 sind schon weitere Sperrungen angekündigt.

Als Ersatz will die Nordwestbahn (NWB) ausschließlich Busse einsetzten, die allerdings weder beim Komfort noch bei den Fahrzeiten eine attraktive Alternative zum Auto darstellen werden. So verlängert sich die Fahrzeit von Varel noch Oldenburg von 23 auf 39 Minuten und erfordert zudem einen Umstieg in Rastede. Nach Wilhelmshaven ist man künftig 35 statt 20 Minuten unterwegs. Wer nach Jever reisen möchte, kann künftig auch gleich das Rad nehmen. Satte 80 Minuten stehen wegen ungünstiger Anschlussbedingungen in Sande im Fahrplan.

Die Vareler Grünen sind in großer Sorge, dass die positive Entwicklung des Schienenpersonenverkehrs im Zuge des Streckenausbaus einen herben Dämpfer erleiden wird. Wegen der langen Frist des Ersatzverkehrs, werden viele Fahrgäste wieder auf das Auto setzen. Diese Fahrgäste zurück zu gewinnen, wird nach Ende Bauphase keine Selbstverständlichkeit sein. Im Personenverkehr bedeutet der Ausbau daher womöglich Rückschritt statt Fortschritt.

Insbesondere für Varel sind daher dringend Nachbesserungen erforderlich. Statt einfach nur den Schienenverkehr mit Bussen nachzubilden, müssen die Vorteile des Busses besser ausgespielt werden. Auch Varel braucht eine direkte Anbindung nach Oldenburg. Richtung Wilhelmshaven wären Verstärkerbusse zur halben Stunden sinnvoll. Ebenso muss noch einmal intensiv geprüft werden, ob der Schienenverkehr zwischen Varel und Wilhelmshaven eingestellt werden muss. Zumindest eines der Gleise Richtung Norden müsste für den Personenverkehr freizuhalten sein.

Wirtschaftliche Überlegungen dürfen aus Sicht der Grünen bei der Planung des Ersatzverkehrs nur eine nachrangige Rolle spielen. Immerhin gilt es die Erfolgsgeschichte des Personenverkehrs auf der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven nachhaltig zu sichern.

Die Grünen werden den Bürgermeister bitten, schnellstmöglich Gespräche mit Bahn und NWB aufzunehmen, um Verbesserungen für Varel zu erzielen.

Die NWZ hat unsere Auffassung in einen kritischen Artikel aufgenommen.

Verfasst am 04.08.2011 um 11:05 Uhr von mit den Stichworten , .
Bislang wurde kein Kommentar hinterlassen. Du kannst hier einen Kommtenar schreiben.
Hier ist die TrackBack URL und der Kommentar-Feed des Artikels. Du kannst den Artikel auch auf Twitter oder Facebook posten.

Schreibe einen Kommentar

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv - Benjamin Jopen.
23 Datenbankanfragen in 1,329 Sekunden · Anmelden